Der Sprung der Fertigung in den E-Commerce
Industrielle Hersteller waren traditionell zögerlich, den E-Commerce zu nutzen, doch viele sind nun bereit, den Schritt zu wagen.
Der Sprung der Fertigung in den E-Commerce
Industrielle Hersteller waren traditionell zögerlich, den E-Commerce zu nutzen, doch viele sind nun bereit, den Schritt zu wagen.
Die COVID-19-Pandemie hat die Verlagerung hin zu digitalen Vertriebs- und Marketingkanälen beschleunigt und Industrieunternehmen dazu veranlasst, Online-Plattformen als entscheidenden Teil ihrer Geschäftsstrategie zu betrachten. Da Remote-Arbeit weiterhin verbreitet ist und digitale Interaktionen zur Norm werden, wächst die Bedeutung des E-Commerce sowohl für B2B- als auch für B2C-Kundensegmente weiter.
Von minimaler Online-Präsenz zum E-Commerce-Kraftwerk
Für viele Industrieunternehmen ist E-Commerce nicht mehr nur eine Reaktion auf die Notwendigkeit der sozialen Distanzierung; er stellt eine transformative Chance dar. Einige Unternehmen setzen sich ehrgeizige Ziele, um von praktisch keinem Online-Vertrieb zu 60 % ihres Gesamtumsatzes über E-Commerce innerhalb der nächsten Jahre überzugehen. Dies markiert einen bedeutenden Wandel, wobei einige Hersteller bereits beginnen, Dienstleistungen direkt online zu verkaufen—Dienstleistungen, die zuvor nur auf Anfrage verfügbar waren, wie Möbelteile und Automobilteile. Dies stellt eine erhebliche Abkehr von traditionellen B2B- oder B2B2C-Vertriebsmodellen dar.
E-Commerce: Eine wachsende Priorität für Hersteller
E-Commerce wird für Hersteller zu einem immer wichtigeren Schwerpunkt. Laut einer PwC-Umfrage haben "66 % der US-Hersteller digitales Marketing und Vertrieb als 'hohe' oder 'sehr hohe' Priorität" für die nächsten zwei Jahre identifiziert. Die potenziellen Vorteile sind überzeugend: die Sicherstellung der Geschäftskontinuität bei zukünftigen Störungen, die Erschließung neuer Kundensegmente, das Gewinnen von Einblicken in das Kundenverhalten, die Steigerung der Umsätze und die Senkung der Kosten durch Minimierung des persönlichen Vertriebsaufwands. Darüber hinaus könnte E-Commerce Herstellern helfen, ihre Gewinnmargen zu verbessern, indem sie mehr margenstarke Produkte und Dienstleistungen online verkaufen.
Der Weg nach vorn ist jedoch nicht ohne Herausforderungen. Etwa 40 % der Hersteller erkennen, dass die Implementierung von E-Commerce eine ihrer größten geschäftlichen Herausforderungen in den kommenden Jahren sein wird. Die Änderung bestehender Vertriebskanäle kann Risiken mit sich bringen, weshalb es für Unternehmen unerlässlich ist, diesen Übergang sorgfältig und strategisch anzugehen.
Das zweischneidige Schwert des E-Commerce für die Industrie
Bei der Betrachtung des Fokus auf E-Commerce neigen Unternehmen mit einem überwiegend B2C-Vertriebsmodell dazu, digitalem Marketing und Vertrieb eine höhere Priorität einzuräumen als jene mit einem primären B2B-Fokus.
- 44 % der US-Hersteller sehen digitales Marketing und Vertrieb in den nächsten sechs Monaten als oberste Geschäftspriorität.
- 66 % betrachten es in den nächsten 1-2 Jahren als oberste Priorität.
- 37 % rechnen damit, dass es in den nächsten sechs Monaten eine bedeutende geschäftliche Herausforderung sein wird.
- 40 % erwarten Herausforderungen in den nächsten 1-2 Jahren.
Quelle: PwC COO Manufacturing Survey, 2021.
Die strategische Notwendigkeit der E-Commerce-Einführung
Die Pandemie hat Trends im Verhalten von Arbeitskräften und Verbrauchern beschleunigt, die sich seit Jahren abzeichnen, und liefert ein starkes Argument für Industrieunternehmen, den E-Commerce zu nutzen. Bedenken Sie, dass "65 % der B2B-Käufer es nun bevorzugen, Produkte online zu recherchieren, und 86 % lieber nachbestellen" würden, ohne direkten Vertriebskontakt.
Um ihre E-Commerce-Ziele zu erreichen, müssen Hersteller erhebliche Anpassungen an ihren Geschäfts- und Betriebsmodellen vornehmen. Dazu gehören das Überdenken von Produktangeboten und Verpackungen, Investitionen in digitales Marketing, die Verbesserung von Merchandising-Strategien und die Verbesserung des Kundenservice.
Durch die Berücksichtigung dieser Schlüsselbereiche können Hersteller erfolgreich zum E-Commerce übergehen und sicherstellen, dass sie in einer sich schnell entwickelnden digitalen Landschaft wettbewerbsfähig und relevant bleiben. Es geht nicht nur darum, aufzuholen; es geht darum, in der neuen Ära des Industriehandels führend zu sein.